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Kanutour durch das Glantal

Das "Wandern" auf dem Glan stellt ein Naturerlebnis der besonderen Art dar. 

Lauterecken - Medard - Odenbach - Meisenheim - Rehborn – Odernheim am Glan

Länge: ca. 20 km
Dauer: ca. 4-5 Stunden

Die Perspektive von der Flussmitte eröffnet einen neuen Blick beim Erfahren von Landschafts- und Kulturräumen. Hier ist nichts herausgeputzt, sondern alle Einblicke sind authentisch, auch die Naturräume erschließen sich in seltener Vielfalt und Ursprünglichkeit. Deshalb ist es auch unerlässlich, diese sensiblen Bereiche mit entsprechender Rücksicht zu befahren und mit entsprechender Schonung zu Werke zu gehen.

Steckbrief Details

Nach dem Einstieg in Lauterecken sortieren sie sich gleich in die Hauptströmung ein, um den schützenswerten Ufer- und Flachwasserbereichen nicht zu nahe zu kommen. Diese bilden nämlich einzigartige Lebensräume zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Schwimmblattpflanzen, überwachsene Uferzonen und selbst kahle Kiesinseln beheimaten oftmals Brut- und Aufzuchtgebiete zahlreicher Wasservögel. Auch die Laichplätze der Flussfische und die Lebensräume von Flohkrebsen und Insektenlarven werden durch das Befahren von Niedrigwasserzonen zerstört.
Zunächst treiben sie träge durch eine Wiesenlandschaft, machen sich allmählich mit der Paddeltechnik vertraut und genießen die Umgebung, die von unserem Boot aus viel urtümlicher und unberührter erscheint.

Zahllose leichte Kurven und einige kleinere Schwalle verlangen weder hohes technisches Können noch besondere Konzentration. Bevor wir die Gemeinde Odenbach erreichen, durchfahren sie eine rechtwinklige Linkskurve, die wir auf der Seite des Prallhangs - also auf der rechten Seite - befahren, da sich hier der Hauptstrom befindet.
Nachdem von rechts der Odenbach eingemündet ist, können wir vom Boot aus die Ruine des Weiherturms, des ehemaligen Bergfrieds der Wasserburg, erkennen. Nach Unterquerung der Straßenbrücke passieren wir den Pegel Odenbach, an dem dicke Drahtseile über den Fluss gespannt sind. Im nun folgenden Abschnitt ist das Flusstal tief zwischen den Bergrücken eingeschnitten, so dass sich die Fließgeschwindigkeit erhöht.
Je mehr wir uns nun der Stadt Meisenheim nähern, desto interessanter wird die Fahrt. Die Uferpflanzen wuchern immer dichter und beinahe dschungelartig, und die Farbe Grün herrscht uneingeschränkt. Die Bäume ragen ihre schützenden Kronen bis zur Flussmitte, so dass ein regelrechter Tunneleffekt entsteht. Die Wasser gleiten infolge einer Aufstauung immer träger dahin und erreichen mitunter mehrere Meter Tiefe.

Nachdem wir zwei Brücken unterquert haben und einige Kurven um jede Menge Treibholz gemacht haben, erhebt sich linker Hand am Rande der Altstadt von Meisenheim die spätgotische Schlosskirche. Wir lassen uns gemächlich unter dem "Eisernen Steg" hindurchtreiben und richten unseren Blick nach links zur Stadtmauer, die Geheimnisvolles zu verbergen scheint. Von Wasservögeln umgeben gehen wir ca. 20 m oberhalb des Wehres neugierig an Land, bugsieren unsere Boote an der Wehranlage vorbei, um sie anschließend unterhalb des Wehres zu deponieren.

Nach 8 km Flussfahrt tut es gut, sich zu erheben und die Beine zu vertreten. Dazu lädt die weitgehend erhaltene historische Altstadt Meisenheims mit ihren Fachwerkhäusern, den Adelshöfen, der Stadtmauer und ihren romantischen Gässchen und Plätzen, die ein beinahe mittelalterlich anmutendes Ambiente vermitteln, ein. Bevor wir uns wieder ins nasse Element begeben, empfehlen wir eine Rast zu machen und in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe einzukehren oder die Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Hinter Meisenheim erstrecken sich wiederum idyllische Flusspartien. Nach jeder Biegung entsteht ein ständig wechselndes Naturbild: beruhigendes Grün in zahllosen Schattierungen. 200 m nachdem wir uns eine der römischen Bauweise nachempfundene, dreibogige Steinbrücke unterquert haben, passieren sie am linken Ufer eine Staustufe, an der der Mühlkanal zur noch bestehenden Mühle in Rehborn abzweigt. Hinter der Gemeinde Rehborn durchfahren sie eine auf hölzernen Fundamenten ruhende Brücke. Nun beginnt der Glan immer stärkere Mäanderbögen auszubilden. Nach einer sanft geschwungenen Rechtskurve erreichen sie Odernheim am Glan. Nach Unterquerung einer Straßenbrücke in zentraler Ortslage verlassen sie den Fluss am linken Ufer bei der Bannmühle, ehe sie erneut eine Staustufe aufhält.

Sie beenden nun Ihre Tour am Fuße des Disibodenberges, auf dem sich die Klosterruine befindet, die dereinst der heiligen Hildegard von Bingen als Heimstadt diente.

Kanu Befahrungsregeln Details

Hinweise zum Kanufahren auf dem Glan von Lauterecken bis Odernheim

Für den Glan, insbesondere für die Flussetappe Lauterecken - Odernheim gelten folgende Befahrungsregeln um den Anforderungen des dort entstehenden Öko-Wasser-Wanderweges gerecht zu werden und Umfeld möglichst gering zu halten, ist die Anzahl der Kanus auf 100 pro Tag begrenzt.

  • Alle Fahrten sind hier online anzumelden.
  • Die Boote werden nur zwischen 09:00 Uhr und 13:00 Uhr an offiziellen Einstiegsstellen eingesetzt. 
  • Die Befahrungszeiten durch die Kanus werden von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr festgelegt, so dass der Fluss ca. 15 Stunden lang frei von einer Störung durch den Kanutourismus ist
  • Um eine möglichst geringe Eintauchtiefe zu gewähren, darf der 3er Kandier nur mit 2 Erwachsenen oder 2 Erwachsenen und 1 Kind oder 3 Jugendlichen mit entsprechendem Gewicht besetzt werden.
  • Den Hinweisschildern an den Ein- und Ausstiegen und den Flussmarkierungen unterwegs leisten Sie bitte unbedingt Folge. Soweit keine Markierungen vorhanden sind paddeln Sie die Flussbiegungen immer im Außenbereich. Sie vermeiden damit Grundberührungen auf den Kiesbänken, welche im Fluss ein sensibles Ökosystem darstellen und immer im Innenbereich der Flussbiegung liegen. Gleichzeitig haben Sie einen ausreichenden Wasserstand zur Verfügung um störungsfrei den Fluss zu befahren.
  • Paddeln Sie ruhig, zügig und so störungsfrei als möglich an Uferabrisskanten und anderen potentiellen oder als solche gekennzeichneten Bruthabitaten vorbei.
  • Vermeiden Sie unnötigen Lärm, nehmen sie Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse und Interessen anderer Flussliebhaber und Anlieger.
  • Legen Sie nur an den dafür gekennzeichneten Stellen an oder ab.
  • Verlassen Sie den Fluss so wie sie ihn vorfinden möchten.
  • Durch die beiden Verbandsgemeinden Meisenheim und Lauterecken werden die Befahrungsregeln kontrolliert. Den Anweisungen der Bediensteten der beiden Ordnungsämter ist Folge zu leisten.
Kanuverleiher/ Anbieter Details

Bahnwärterhaus
55592 Rehborn 
Telefon: 0 67 53 / 124205 
Fax: 0 67 53 /124952
Email: gartenlokal-radler@t-online.de
Internet: www.zum-radler.de

Kanuverleih Fun-Con-Action GBR
Inh. Christine und Hans-Jürgen Seybold
www.fun-con-action.de
Email: mail@fun-con-action.de
Tel.0 67 83 / 990697
Mobil. 0170/ 8169464

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